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Museumsdirektor glaubt an Flüchtlingsmuseum 2019

Die Stiftung Dronning Margrethes Fond hat dem Museum 100.000 Kronen gespendet. Hier ist die Königin zu Besuch auf dem Flüchtlingsfriedhof. Der Redner ist Museumsdirektor Claus K. Jensen. Archivfoto: Chresten Bergh

Claus K. Jensen, Direktor der Varde-Museen (Vardemuseerne), ist sich einigermaßen sicher, dass er einen Drittel des Geldes für das Flüchtlingsmuseum beisammen hat. Er glaubt deshalb an einen ersten Spatenstich zum Jahreswechsel.

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Varde: Noch vor Ende des Sommers haben wir das Geld für das eigentliche Gebäude für das Flüchtlingsmuseum beisammen. Zum Jahreswechsel findet der erste Spatenstich statt. 2019 wird gebaut. Und wenn alles gut geht, eröffnen wir 2020 das Flüchtlingsmuseum.

Das ist der Zeitplan. Claus K. Jensen, Direktor der Varde-Museen, hofft, diesen Zeitplan einhalten zu können. Und auf der Grundlage der derzeit laufenden Bemühungen, 100 Millionen dänische Kronen von Stiftungen zu beschaffen, findet er diesen Zeitplan auch realistisch.

- Es sieht fast so aus, als ob wir etwa ein Drittel der 100 Millionen Kronen schon fast beisammen haben, und im Laufe dieses Sommers sollten wir eigentlich die Hälfte der 100 Millionen Kronen erreichen. Diese 50 Millionen Kronen sind der Betrag, den wir für die eigentlichen Bauarbeiten benötigen, meint Claus K. Jensen, der in diesen Monaten selbst einen großen Teil seiner Arbeitszeit darauf verwendet, mit Stiftungen zu reden.

Flüchtlingsmuseum

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Oksbøl ein großes Flüchtlingslager mit deutschen Flüchtlingen.Davon übrig sind noch ein Flüchtlingsfriedhof und ein ehemaliges Lazarett, also ein vorübergehend eingerichtetes Krankenhaus. Eine Zeitlang befand sich in dem Lazarett eine Jugendherberge.

Die Varde-Museen möchten das Lazarett umbauen und einige Anbauten vornehmen, so dass daraus das neue Flüchtlingsmuseum entstehen kann.

Das Architekturbüro BIG, das auch Tirpitz gezeichnet hat, hat einen Prospekt ausgearbeitet. Detailzeichnungen wurden bisher noch nicht angefertigt.

Dafür sind in Bezug auf den Bebauungsplan die Dinge bereits geregelt, so dass man mit den Bauarbeiten schnell beginnen kann, wenn die Mittel beschafft sind.

Heute stehen auf dem Grundstück die beiden weißen Gebäudeflügel. Der geplante Anbau, in dem sich der Empfangsbereich befinden soll, ist orange gekennzeichnet. Visualisierung: BIG / Bjarke Ingels Group
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Zufriedener Bürgermeister

Bürgermeister Erik Buhl freut sich über die Äußerungen des Museumsdirektors, die sich mit seinem eigenen Wissensstand decken. - Das sieht sehr, sehr positiv aus, meint er.

- Das Fundament ist gelegt, nun müssen wir das Ziel erreichen. Das ist natürlich viel Geld, und das ist nichts, was man mal eben einfach so macht. Aber ich finde, wir haben ein sehr gutes Fundament für die weitere Arbeit, und deshalb hoffe ich, dass Claus recht behält. Und das glaube ich auch.

Die großen Beträge sind zwar immer noch nicht hundertprozentig sicher, aber beispielsweise hat die Stiftung Dronning Margrethes og Prins Henriks Fond (Königin Margrethes und Prinz Henriks Stiftung) neulich 100.000 Kronen gespendet, und auch von der Stiftung Michael Jepsen Fonden ist eine Spende von 100.000 Kronen eingegangen.

So soll der Empfangsbereich des Flüchtlingsmuseums aussehen. Visualisierung: BIG / Bjarke Ingels Group
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Die nächste Etappe

Wenn die Beschaffung der Mittel für die eigentlichen Bauarbeiten abgeschlossen ist, beginnt das Fundraising für die Ausstellung. Diesbezüglich gibt es eine Reihe von Stiftungen, die sehr positiv eingestellt sind. Besonders deutsche Stiftungen und das deutsche Außenministerium haben sich in Bezug auf eine finanzielle Unterstützung der Ausstellung positiv ausgesprochen, für Gebäude in Dänemark wollen sie jedoch keine Mittel zur Verfügung stellen. Eine endgültige Zusage wollen sie jedoch erst geben, wenn die Finanzierung für den Bau steht.

- Die Rückmeldungen in Bezug auf die Ausstellung sind so positiv, dass ich ziemlich optimistisch bin. Wenn wir die Finanzierung der Bauarbeiten geklärt haben, wird es mit den finanziellen Mitteln für die Ausstellung verhältnismäßig zügig vorangehen, meint Claus K. Jensen.

Während an der Beschaffung der Mittel für die Ausstellung gearbeitet wird, wird das Museum mit der Anfertigung von Detailzeichnungen auf der Grundlage des Prospekts beginnen, so dass mit den Bauarbeiten 2019 begonnen werden kann.

- Wir können es wagen, mit dem Bau zu beginnen, auch wenn wir die finanziellen Mittel für die Ausstellung noch nicht haben. Hier können wir nach oben oder unten justieren, meint Claus K. Jensen.

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Möchte den Bau ins Haushaltsgesetz aufnehmen

Bürgermeister Erik Buhl engagiert sich weiterhin für die Mittelbeschaffung für das neue Museum. Er wünscht sich finanzielle Unterstützung durch das dänische Haushaltsgesetz und damit also vom Staat. Er erzählt, dass sich sowohl der ehemalige Kulturminister Bertel Haarder als auch die jetzige Kulturministerin Mette Bock sich sehr positiv über das Flüchtlingsmuseum ausgesprochen haben. - Die Kunst besteht darin, die guten Ideen in finanzielle Realität umzusetzen, meint er.

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